Sunday, 02 March 2014 17:20

Indonesien 2013

 

Am 12. Oktober 2013 war es endlich soweit. Ein Jahr nachdem die Reise kurzfristig ausfallen musste, konnten wir endlich in Richtung Indonesien aufbrechen. Also auf zum Flughafen Zurich, einsteigen in den A380 von Singapore Airlines und abheben.

Früh am morgen des 13.10.2013 sind wir dann in Singapur gelandet und hatten einen ganzen Tag zur Verfügung, um die Stadt zu erkunden. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel, dem Swissotel Merchant Court, wo wir glücklicherweise das Gepäck schon mal lagern und eine Dusche nehmen konnten, sind wir dann gleich mal losgezogen. Und was könnte hier gleich am interessantesten sein? Natürlich das neue Marina Bay Sands Hotel und die Aussicht von oben über Singapur. Vorher noch ein kleiner Umweg, um den Merlion zu besuchen und dann ab auf das Dach des Marina Bay Sands. Kleiner Nachteil am heutigen Tag ist leider das Wetter – kaum sind wir auf der Aussichtsplattform angekommen, fängt es an zu regnen. Also machen wir eine kurze Pause, warten bis aufgehört hat zu regen und dann statten wir den Gardens at the Bay einen Besuch ab. Am späteren Nachmittag konnten wir dann ins Hotel einchecken und gegen Abend sind wir dann auch schon wieder losgezogen, um ein Restaurant für das Abendessen zu finden. Und wenn wundert es, wir sind in einem asiatischen Restaurant gelandet :-)

Am nächsten morgen ging es dann schon wieder relativ früh weiter, denn unser Flug nach Jakarta startete bereits um 10 Uhr. Nach einem weiteren ruhigen Flug mit Singapore Airlines, betraten wir das erste Mal Indonesien. Nachdem wir Betty – unsere Reiseleiterin getroffen haben – geht es auch schon direkt los mit dem Kulturprogramm. Es stand die Besichtigung des Freilichtmuseums „Taman Mini Indonesia“ auf dem Programm. Wie beim Ballenberg sind auch hier alle Landesteile mit einem typischen Haus vertreten. Zudem gibt es die Kultur und Kunst der verschiedenen Regionen zu bewundern. Nicht alles war hier auf dem neusten Stand und manchmal fehlten wohl auch die Ausstellungsstücke, aber alles in allem war es lohnenswert. Im Anschluss daran fuhren wir weiter nach Bogor und besuchten dort den Botanischen Garten. Neben sehr viel Bambus, konnten wir hier auch mal einen Blick auf Rattan werfen – nicht als Gartenmöbel, sondern wie der in der Natur aussieht. Hinzu kamen noch Yams, Kakao und viele andere Pflanzen. Nach der Weiterfahrt ins Hotel Grand Preanger in Bandung war der erste Tag auf indonesischem Boden beendet.

Am nächsten Tag stand ein Besuch auf einer Teeplantage auf der Besuchsliste. Leider konnten wir die dazugehörige Teefabrik nicht besuchen, denn leider war Montag und da ist diese geschlossen. Auf der Fahrt von der Teeplantage zurück nach Bandung war noch Baden angesagt. Und zwar in den Thermalquellen von Sariater / Ciater. Etwas römisch angehaucht, liessen wir es uns hier eine Weile ganz gut gehen. Zum Mittagessen fuhren wir dann auf den Markt in der Cihampelas Street, was auch gleich mit dem ersten Shopping der Reise verbunden worden ist – und alle haben auch gleich mal etwas gefunden. Nach einer Stadtrundfahrt zum Abschluss war dieser Tag auch schon wieder zu Ende.

Tags darauf ging es früh morgens mit einer Zugfahrt los. Unser Ziel hiess Yogjakarta, wo wir am frühen Nachmittag ankommen wollten. Neben den vielen Reisfledern, Tälern mit bebauten Terrassen, schlafenden Vulkankegeln und kleinen Dörfern zwischen Bambuswäldern, war ein Highlight die Reparatur eines Sitzes in der Reihe vor uns. Da kann sich die SBB eine Scheibe in Bezug auf Service abschneiden. Gut 45 Minuten haben zwei Techniker während der Fahrt die Sitze repariert. Zudem gab es auch in diesem Zug ein Entertainmentsystem für alle Passagiere. Kaum waren wir in „Yogja“ angekommen, wartete auch schon der nächste Transfer an. Die Besichtigung von Prambanan, dem grössten und bedeutendsten Hindu-Heiligtum Indonesiens aus dem 8./9. Jahrhundert. Die drei Haupttempel symbolisieren die hinduistische Dreifaltigkeit von Shiva, Vishnu und Brahma. Alle Tempel sind mit Reliefs geschmückt, die verschiedene Geschichten erzählen. Danach haben wir unsere Zimmer im Hotel Melia Purosani in Yogjakarta bezogen. Am nächsten morgen nutzen wir die noch kühleren Temperaturen für den Besuch eines des grössten buddhistischen Heiligtums der Welt, dem kolossalen Borobudur Tempel. Auch diese Tempelanlage stammt auf dem 8./9. Jahrhundert und ist wirklich sehr gross und mit vielen Reliefs und Stupas versehen. Nachdem es so langsam immer wärmer wurde, haben wir unsere Besichtigungstour an Orte verlegt, die mehr Schatten boten. Zuerst war ein Rundgang durch den Sultanspalast vorgesehen, welcher von Tempelwächtern bewacht wird, und direkt im Anschluss der Besuch des Wasserschlosses Taman Sari. Hier gab es vor allem eine grüne Brühe zu sehen, was nicht weiter verwundert, da dieses Bad nicht mehr zu seinem eigentlichen Zweck genutzt wird. Und da die Temperaturen noch weiter stiegen, haben wir uns dann gegen Abend ins Shopping Center verzogen, nachdem wir noch rasch den Hotel Pool getestet haben – zu empfehlen war der allerdings auch nicht. Am Abend nahmen wir die Chance auf ein Asian Hot Pot Essen im Shopping Center wahr.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf nach Surakara – oder Solo wie es von dein Einheimischen genannt wird. Auf der Fahrt dorthin kamen wir unter anderem an dem berühmten aktiven Merapi Vulkan vorbei (hat sicher der ein oder andere schon einmal in den Nachrichten gehört). In Solo selber war für wieder der Besuch eines weiteren Sultanspalasts angesagt. Da die Reisernte zum Teil im Gange war, legten wir noch einen kurzen Stopp am Strassenrand ein, um uns einen Eindruck der Ernte zu verschaffen. Später am Tag trafen wir dann in Malang, unserer nächsten Uebernachtungsstation, dem Hotel Santika Malang ein.

Der nächste morgen startete mit dem Besuch von drei Tempeln des Majapahit-Königreiches: Candi Jago, Candi Kidal und Candi Singosari. Was man sich so alles als Haustier kaufen kann und was auch alles an Tieren verkauft wird, konnten wir dann am Nachmittag bestaunen als wir zum Vogelmarkt fuhren. Vögel sind nur das eine, daneben kann man sich Hasen, Igel, Schlangen, Kampffische und vieles mehr kaufen. Nach einer Rikshafahrtzum Mittagessen, besuchten wir noch eine Apfelplantage. Und schon war der Tag wieder am Ende, was allerdings heute nicht so schlimm war, denn uns war klar, dass der nächste Tag sehr früh beginnen würde.

Und so war es dann auch – wir wurden um 1 Uhr in der Nacht abgeholt, um unseren Weg zum aktiven Mount Bromo im Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark in Angriff zu nehmen. Erst ging es mit unserem normalen Minibus los und im Dorf Tosari sind wir dann in einen Jeep umgestiegen. Von der Aussichtsplattform am Mount Pananjakan aus, warten wir die nächsten Minuten bis Stunden auf den herrlichen Sonnenaufgang. Nach diesem Naturspektakel ging es mit dem Jeep wieder ein bisschen bergab. Das Wetter war gnädig und so konnten wir nach einem kleinen Marsch über das Sandmeer und 245 Stufen zum Kraterrand, den Blick in die Caldera des Mount Bromo. Neben den Schwefeldämpfen war auch hier der Panoramablick das Highlight. Im Hotel Bromo Cottages konnten wir dann unsere Frühstücksbox geniessen bevor es dann mit dem Minibus weiter Richtung Kalibaru ging. Bevor wir unsere Cottages bezogen lag noch eine Plantage auf dem Weg. Hier erhielten dann einen Eindruck wie Zimt, Vanille, Kaffee, Nelken, Papaya, Durian und vieles andere in der Natur so wächst.

Uebernachtet haben wir in Kalibaru Margo Utomo Hill View Resort bevor es am nächsten Morgen zu unserer letzten Station los ging. Nach einer Fahrt bis an die Ostküste von Java und einer Ueberfahrt mit einer sehr langsamen Fähre, landeten wir auf Bali. So langsam freuten wir uns auf unser letzten Hotel und ein paar Tage zum Entspannen. Angekommen im Hotel Intercontinental Bali Resort in Jimbaran, war ein Nachtessen am Strand der nächste Schritt.

Am nächsten Tag stand definitiv Erholung am Strand auf dem Programm und natürlich auch ein Test des Meeres, des Pools und der Poolbar. Aber auch auf Bali war etwas Kultur angesagt und so machten wir noch eine Tagestour mit dem Titel „Im Herzen Balis“ und fuhren zuerst zum wohl bekanntesten Tempel Balis, dem Tanah Lot Meerestempel, der anmutig auf einem Felsen im Meer vor der Küste liegt. Im Schmetterlingspark sahen wir im Anschluss eine Vielzahl prächtiger Falter und Claudio stellte sich noch für viele Heuschrecken zur Verfügung. Als nächstes ging es zu den sattgrünen malerischen Reisterrassen von Jatiluwih, die seit kurzem zum UNESCO Welterbe gehören. Die Weiterfahrt führte uns dann nach Bedugul, das auf ca. 1200 m Höhe am Braten Kratersee gelegen ist. Im See befindet sich der märchenhaft anmutende Tempel Ulu Danu , der der Göttin der Flüsse und Seen geweiht ist. Zum Abschluss besuchten wir in Mengwi den Reichstempel Taman Ayun mit seinen charakteristischen Tempeltürmen Mehrus.

Die letzten Tage verbrachten wir dann wir mit Relax und Baden im Meer bevor wir am 25.10.2013 in Bali wieder das Flugzeug Richtung Heimat bestiegen. Nach einem Zwischenstopp in Singapur und einem erneuten Flug mit eine A380 landeten wir am Samstag morgen, 26.10.2013 wieder in Zürich.

Last Updated on Sunday, 07 April 2019 15:01